pjat
potentiell jämmerlicher ausflug ins triviale
Sunday, June 18, 2006
kleine chronologie der zweiradzwischenfälle
es ist sommer, das hat sich endlich auch bis zum wetter durchgesprochen. was macht der gemeine großstadtmensch da? er kramt sein fahrrad aus dem keller hervor, um endlich wieder eins zu sein mit der natur.

mein verhältnis zu fahrrädern ist - gelinde gesagt - ein gespaltenes. ich bin ein fauler mensch, körperliche betätigung ist nicht mein ding. dementsprechend bin ich ausgewiesener fan des öpnv. andererseits ist so ein zweirad enorm praktisch, wenn man nur kurze strecken zurücklegen muss oder sich an orte begibt, an denen selbst die busanbindung zu wünschen lässt, oder sich zu zeiten durch die gegend bewegt, zu denen haltestellenwartezeiten von einer stunde angesagt sind.

der noch sehr junge sommer in diesem jahr hat mein verhältnis zum bike im allgemeinen und im speziellen nicht gerade verbessert. irgendwie ergibt das wort "drahtesel" immer mehr sinn für mich. man wird ja wohl nicht alles auf meine beinahe schon sprichwörtliche unkoordiniertheit schieben wollen! es folgen die highlights des kampfes "pjat vs. fahrrad" 2006:

1. fall: dumme sache, wenn das eigene fahrrad noch hübsch verrostet im fahrradständer im nördlichen münchen dem winterschlaf hinterherträumt, während man selber in den isarauen sommerlichem bierkonsum frönt. was tun, wenn die sonne weg, die luft abgekühlt, das bier alle ist und alle anderen mit dem fahrrad da sind? klar, man wendet die stapelmethode an. flugs die pjat auf den lenker vom mountainbike gehievt und losgedüst. das ging auch ganz gut, aber die pjat fühlte sich auf ihrem ausguckplatz nicht so ganz wohl und meckerte so lange bis sie einen lustigen platztausch durchgesetzt hatte. zum platztausch gehörte auch ein rucksacktausch. pjat also, mit riesenrucksack auf riesenmountainbike untergebracht, düst guter dinge los. weit kommt sie aber nicht: ein großes, böses und ... parkendes ... auto kam ihr auf einmal gefährlich nahe. da hilft nur eine spontane vollbremsung. resultat: tagelange schulterschmerzen, der ruck hat ganz gut reingerissen. was soll's, drüber gelacht und weiter geht's. bis zur nächsten ampel, an der ist wieder bremsen angesagt. diesmal kommt die unpraktische dreiviertelhose ins spiel: irgendwo festgehakt, die berüchtigte unkoordiniertheit eingesetzt und zack: das pedal mit angriffslustigen metallzacken voll ins schienbein gerammt. die eingefressenen abdrücke sahen zumindest noch tage später richtig schick und böööööse aus.

2. fall: versuch macht kluch? weit gefehlt! ausgangssituation ist eine ganz ähnliche szenerie, dieses mal: das erste mal grillen in diesem jahr, am flaucher und mit netter begleitung. und natürlich bier. einziger unterschied: dieses mal gab es nur ein fahrrad und am ende noch zwei menschen, die nach hause wollten. was tun? klar, letztes mal ging das doch auch ganz gut, so zu zweit auf dem fahrrad. der beschluss: pjat muss wieder auf den lenker! bierkonsum macht ja irgendwie mutig und vor allem lässt er schlechte erinnerungen in einem ganz anderen licht erscheinen. pjat lässt sich also kurz gesagt überreden und hüpft auf den lenker. nicht bedacht wurde der große unterschied zum letzten versuch mit der stapelmethode: dieses mal hat pjat einen riesigen rucksack auf, was dazu führt, dass sie auf den lenker extrem weit vorübergebeugt sitzt - und nur noch den asphalt, also den sicheren tod auf sich zurasen sieht. lautstarke proteste und aufforderungen anzuhalten halfen nicht. hilfe zur selbsthilfe sah dann so aus: ein beherzstes abspringen vom lenker, möglichst weit, um nicht noch zusätzlicher vom fahrrad nebst fahrer überrollt zu werden. das tat weh. folge: eine kaputte hose, geschundene hände und zerschrammelte knie. die sehen mittlerweile so aus:

und in nahaufnahme:


der rest des weges wurde dann zu fuß zurückgelegt. mittlerweile tut es auch gar nicht mehr weh :)!

3. fall: mittwoch, deutschlandspiel. da doppelter versuch dann doch ein bisschen kluch macht, wurde die gelegenheit genutzt, das eigene fahrrad wieder betriebsbereit zu machen und es richtung münchen zentrum zu bewegen. stop zum fußballgucken auf halber strecke (herr morn hatte geladen und alle folgten dem ruf). was macht man beim fußballgucken? klar, das gleiche wie beim grillen und sonstigen sommerlichen aktivitäten: bier trinken! irgendwann ist dann das schönste spiel vorbei und auch die anschließenden singstarexzesse mussten mal ein ende haben. also wieder raus aus der wohnung, rauf auf's bike und weiter richtung innenstadt. kurze zeit später: feststellung, dass fahrräder und schienenverkehr nicht zusammenpassen. eine ganz fiese weichenstelle wurde zu meinem verhängnis, vielleicht hat auch das so lange eingemottete fahrrad nur eine pause haben wollen. jedenfalls: pjat landet ein weiteres mal und sicherlich nicht sehr elegant auf dem boden.
das resultat: wieder mal eine lädierte schulter und ein richtig fieser blauer fleck. der sieht mittlerweile so aus:



ich hoffe nur, dass aller guten dinge wirklich nur drei sind. dann könnte ich jetzt etwas entspannter in den sattel steigen...

Labels:

schrieb pjat um 12:51  
1 Comments:
  • Am 19/6/06 17:11 schrieb Anonymous Anonymous

    hrhr, ich finde ja sehr faszinierend, dass der große blaue fleck aussieht, wie das rote ost-ampelmännchen...nur eben nicht rot, sondern blau/grün/gelb/lila ;)

    gute besserung, maus!

     
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